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Tipps

Motorrad waschen

Schmutz zieht Feuchtigkeit an und erweist sich somit als ideale Brutstätte für jegliche Art von Korrosion. Deshalb steht als erstes eine gründliche Wäsche an. Wir empfehlen dabei auf die Verwendung eines Dampfstrahlers zu verzichten! Besser ist in jedem Fall die schonende Handwäsche mit warmem Wasser, Schwamm und einem geeignetem Reinigungsmittel (z.B. MOTUL Moto Wash).

Im Winterbetrieb ist es notwendig das Motorrad nach jeder Fahrt sofort mit reichlich klarem Wasser abzuspülen um aggressive Streusalzrückstände zu entfernen um korrosive Salzschäden zu verhindern. Danach sollte das Fahrzeug getrocknet und mit geeigneten Pflege-/Korrosionsschutzmitteln nachbehandelt werden.

Öl wechseln

Die Verbrennungsrückstände im Motoröl sind für die heutigen Motoren mit Gehäusen aus hochwertigen Aluminiumlegierungen eigentlich kein Problem mehr. Dennoch empfehlen wir den jährlich vorgeschriebenen Öl- und Filterwechsel vor dem Einwintern durchzuführen, um im Öl gebundene, aggressive Substanzen (wie z.B. Säuren) möglichst vollständig aus dem Motor zu entfernen, da diese Dichtungen angreifen könnten. So kann dann im Frühjahr bei den ersten Sonnenstrahlen auch gleich guten Gewissens durchgestartet werden.

Batterie ausbauen

Für eine Überwinterung der Maschine sollte die Batterie ausgebaut und trocken, kühl (aber frostfrei) gelagert werden. Alle Batterien (auch so genannte „wartungsfreie“ MF-Batterien) müssen in regelmäßigen Abständen (einmal im Monat) mit einem geeigneten Ladegerät nachgeladen werden um ihre volle Leistungsfähigkeit zu erhalten! Eine durch Selbstentladung tief entladene Batterie ist in den meisten Fällen dauerhaft geschädigt.

Frostschutz prüfen

Steht die Maschine den Winter über draußen oder in ungeheizten Räumen, muss bei wassergekühlten Motoren auf sicheren Frostschutz geachtet werden. Ein ausreichender Frostschutz verhindert ein Einfrieren der Kühlflüssigkeit und dadurch verursachte Schäden an Kühlsystem und Motor.

Tank volltanken oder leeren?

Kraftstofftanks aus Stahlblech sollten am besten komplett befüllt, Kunststoffbehälter hingegen sollten so weit wie möglich entleert werden.

Weiterhin empfiehlt es sich einen Kraftstoffzusatz/-stabilisator (z.B. MOTUL Fuel System Clean) dem Kraftstoff beizugeben. So lässt sich die Alterung des Benzins bei längerer Standzeit vermindern, bei der sich die zündfähigen Bestandteile des Kraftstoffs verflüchtigen und somit zu Startproblemen bei der Wiederinbetriebnahme führen können. Darüber hinaus kann dadurch auch Feuchtigkeit im Kraftstoff gebunden und somit Korrosion ggf. vermieden werden.

Schwimmerkammer leeren

Der wichtigste Schritt beim Einwintern eines Motorrades ist das vollständige Entleeren der Vergaser-Schwimmerkammern. Bereits relativ kurze Standzeiten von zwei bis drei Monaten können Ablagerungen an den Düsen/-stöcken zur Folge haben, die im Frühjahr eine teure, weil arbeitsintensive Reinigung der Vergaser erforderlich machen können.

Bitte beachten Sie beim Entleeren der Schwimmerkammer(n) die Sicherheitshinweise im Fahrerhandbuch und lassen Sie beim Umgang mit Kraftstoff stets erhöhte Vorsicht walten! Weiterhin bitten wir zu beachten, dass die Schwimmerkammer durch ein zu festes Anziehen der Schwimmerkammer-Ablassschrauben beschädigt werden kann!

Bei Modellen mit Kraftstoff-Einspritzung entfällt dieser Arbeitsschritt.

Oberflächen konservieren

Zur gründlichen Konservierung gehört auch die Reinigung und Pflege der verwinkelten und schlecht zugänglichen Ecken. Lackschäden sollten behoben und empfindliche Oberflächen sowie Lagerungen anschließend mit geeignetem Konservierungsmittel/–öl (z.B. MOTUL Wash & Wax bzw. MOTUL E.Z. Lube) oder Politur vor Korrosion geschützt werden.

Reifenluftdruck erhöhen

Bei längerem Stehen kann etwas Luft aus dem Reifen entweichen. Deshalb sollte der Reifenluftdruck vorne wie hinten geringfügig (maximal um 0,5 bar) erhöht werden. Wer weder über einen Kompressor verfügt noch eine geeignete Luftpumpe mit Manometer besitzt, sollte dies beim letzten Tankstellenbesuch vor dem Abmelden/Überwintern nicht vergessen.

Auf jeden Fall muss der Reifenluftdruck vor der Wiederinbetriebnahme im Frühjahr geprüft bzw. gemäß der Angaben im Fahrerhandbuch korrekt eingestellt werden!

Reifen entlasten

Es empfiehlt sich die Reifen während der Standzeit komplett zu entlasten oder alternativ zumindest eine regelmäßige Lageänderung der Reifen durchzuführen, um einen Standschaden der Reifen zu vermeiden.

Kette schmieren

Wer das ganze Jahr über die Antriebskette nur geschmiert hat, sollte vor dem Winter die Gelegenheit nutzen sie mittels eines speziellen Kettenreinigers (z.B. MOTUL Chain Clean) von Schmutz und altem Kettenfett gründlich zu säubern.

Geschützt und trocken abstellen

Das Fahrzeug sollte vor Frost, Nässe, Schmutz und anderen äußeren Einflüssen geschützt abgestellt werden. Der Stellplatz sollte also idealerweise trocken, sauber, sicher und frei von aggressiven, chemischen und korrosiven Substanzen oder Gasen sein (beispielsweise Ammoniakdämpfe in Stallungsgebäuden). Wenn möglich die Räder entlasten.

Eine Verwendung von nicht atmungsaktiven Abdeckplanen ist nur bedingt ratsam, da sich unter der Plane Luftfeuchtigkeit niederschlagen kann, wodurch Korrosion unterstützt wird.

Motorrad einlagern

Wer sein Fahrzeug besonders gut konservieren möchte, sollte z.B. bei längerer Einlagerung (etwa für ein oder gar mehrere Jahre) einige Tropfen Motoröl durch die Zündkerzenbohrung in den Brennraum träufeln, um so Zylinder und Kolben/-ringe möglichst zuverlässig vor Korrosion zu schützen.

Auch durch ein Auffüllen des Motors mit Motoröl bis zum oberen Rand der Einfüllöffnung können sämtliche Motor- und Getriebebauteile sehr wirkungsvoll für lange Zeit konserviert werden. Der Ölstand muss allerdings vor Inbetriebnahme des Motorrades unbedingt wieder auf den vorgeschriebenen Ölstand korrigiert werden!!!

Für die relativ kurze Zeit einer normalen Überwinterung sind diese aufwändigen Maßnahmen allerdings nicht notwendig.

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